2013-01-16

1.000 € Spende für TARGET

Es war eine kleine, aber sehr interessierte Gesellschaft, die sich Ende November 2012 auf Einladung von Soroptimist International Club (SI) Bitburg-Prüm in der Kapelle des ehemaligen Konvikts in Prüm eingefunden hatte. Sanitätsrat Dr. med. W. Harlfinger, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte in Rheinland-Pfalz, berichtete mit großem Fachwissen und sehr viel Herz über das Engagement der Menschenrechtsorganisation TARGET gegen die weibliche Beschneidung in der Sahelzone und über den Bau einer Geburtshilfeklinik in der Danakilwüste in Äthiopien. Dort wird die schlimmste Form der weibliche Beschneidung praktiziert, die 5.000 Jahre alte "Pharaonische Beschneidung". Bei dieser Genitalverstümmelung ist die Sterberate ist sehr hoch. Die Langzeitfolgen sind Unfruchtbarkeit durch aufsteigende Infektionen, Fistelbildungen durch Verletzungen sowie schwerwiegende Komplikationen bei Entbindungen.
Rüdiger Nehberg von der Menschenrechtsorganisation TARGET und seine Frau konnten führende islamische Gelehrten dazu bewegen die Genitalverstümmelung offiziell zu verurteilen. Dabei wurde Bezug genommen auf Sure 95, Vers 4 im Koran „der Mensch wurde im schönsten Ebenmaß erschaffen". Nur über diesen Weg kann ein Umdenken bei der Bevölkerung erreicht werden. Um den schon beschnittenen Frauen und Mädchen zu helfen, baut TARGET zusammen mit dem Berufsverband der Frauenärzte, unter Federführung von Dr. Harlfinger zur Zeit in der Danakilwüste ein kleines Krankenhaus mit einer allgemeinmedizinischen Ambulanz, Kreißsälen und einem Operationssaal. Mit dem Erlös des Vortrages und eine Spende der Kreissparkasse Bitburg-Prüm kann der SI Club Bitburg-Prüm den Bau der Geburtsklinik mit 1.000 Euro unterstützen.

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Das Foto zeigt den Referenten Sanitätsrat Dr. med. W. Harlfinger, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte in Rheinland-Pfalz, mit Dr. An Zwerens und Hedwig Zeimantz vom SI-Club Bitburg-Prüm

SI Bitburg-Prüm Mitglieder durften bei einer Afrika Reise

die Gastfreundschaft der Tuareg erleben

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2012-10-15

 

Das 1. Benefiz-Golfturnier war ein voller Erfolg

2012-10-15-erstes-benefiz-golfturnierUnser 1. Benefiz-Golfturnier am 15. September 2012 im Golf Resort Bitburger Land war ein voller Erfolg. Von nah und fern waren die Turnierteilnehmer angereist, darunter auch viele Clubschwestern und Damen anderer Service- Clubs. Bei sonnigem Wetter und bei bester Stimmung konnten die Turnierteilnehmer (rund 40 Golfer und Golferinnen) die Eifel von der besten Seite genießen. Für die Nichtgolfer stand ein Golf-Schnupperkurs auf dem Programm, der mit Begeisterung angenommen wurde. Bei einem Sektempfang auf der sonnenüberfluteten Terrasse des Clubhauses wurde die Siegerehrung von Rainer Kunz (Golf Resort Bitburger Land) und unserer Präsidentin Christel Bares durchgeführt. Zum gemeinsamen Abendessen hatten sich insgesamt 80 Gäste eingefunden und so endete ein erfolgreiches Golfturnier in unterhaltsamer, geselliger Runde. Christel Bares richtete ihren Dank an die zahlreichen und großzügigen Spender. Das Golfresort Bitburger Land hatte die Greenfee-Einnahmen gespendet und die Golfer und die Teilnehmer der Abendveranstaltung zeigten sich beim Spendenaufruf äußerst großzügig. So dürfen wir uns über Spenden in Höhe von insgesamt rund 5.000 € freuen. Die Einnahmen werden zur Vergabe von mehreren Sprachstipendien an Schüler der Region Bitburg und Prüm verwendet sowie für die Unterstützung der soroptimistischen Schwestern aus Mali, die aufgrund der schwierigen Lage in Mali aktuell einen Hilferuf gesendet hatten. Das Foto zeigt die Sieger des Turniers und die Sieger des Putwettberwebs beim Schnuppergolfen gemeinsam mit Präsidentin Christel Bares (2.v.l.).

2012-08-17 Hilferuf aus Mali

Dieser Hilferuf wurde von Dr. Adiawiakoye Kadidia Bokar, SI Alliance Timbuktu, am 31. Juli 2012 gesendet und von Dr. Herta Kaschitz, SI Wien-Belvedere, übersetzt.

CLUB SOROPTIMIST INTERNATIONAL ALLIANCE TOMBOUCTOU

Liebe Soroptimistische Freundinnen,

Der Club S.I. Alliance in Timbuktu erlebt derzeit genauso wie die ganze Bevölkerung im Norden von Mali und speziell die von Timbuktu eine sehr schwierige Zeit.
Man sagt gewöhnlich, dass man seine wahren Freunde in der Not erkennt. Daher informiere ich Euch im Namen des Clubs Alliance von Timbuktu und auch dank der technischen Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, über die Lage, in der sich die Bevölkerung von Timbuktu befindet. Es begann alles am 1. April, dem Tag, an dem die Gegend zuerst von den Tuaregs eingenommen wurde, die drei Regionen des Nordens als unabhängig erklärten und sie als selbständigen Staat mit dem Namen AZAWAD ausriefen. Dann kamen die Islamisten, die die Tuaregs verjagten und sich dabei auf die Sharia berufen, welche die allgemeinen Bürgerrechte, und im speziellen die Rechte der Frauen in Frage stellen. Diese Lage hat das Leben der dort lebenden Soroptimistinnen sehr beeinträchtigt:
- Nur sechs (6) Soroptimistinnen, die über 50 Jahre alt sind, befinden sich noch in Timbuktu;
- Zwei (2) sind nach Burkina Faso geflüchtet;
- Siebzehn (17) sind in den Süden des Landes gereist (Bamako, Kayes) und leben dort mit Verwandten oder Freunden in sehr beschränkten Verhältnissen, wobei sie in manchen Fällen von ihren Männern oder Kindern getrennt sind.
Die in Pension befindlichen Soroptimistinnen, die in Timbuktu geblieben sind, haben keinen Zugang zu Banken, Sparkassen oder Kreditinstituten; Überweisungen funktionieren nur über einen Händler, der vor Ort geblieben ist, um den traditionellen Geldverkehr zu organisieren.
Seit vier Monaten sind alle Soroptimistinnen, die in nicht staatlichen Organisation arbeiten oder in kommunalen Gebietskörperschaften angestellt sind, arbeitslos und haben keine finanzielle Unterstützung.
Gewerbetreibende Soroptimistinnen haben ihre Geschäfte zurückgelassen, die dann von diesen Gruppen geplündert und verwüstet wurden. Die ärmsten in der Bevölkerung werden in Auffanglagern untergebracht, wo manchmal Freiwillige Lebensmittel verteilen.Viele sind trotz der Mobilisierung der Spender vor Ort geblieben; die transportierten Lebensmittel werden von den Rebellengruppen und den Islamisten beschlagnahmt und für ihre eigenen Zwecke verwendet. Die Lage hat sich durch den Beginn des Ramadan noch mehr verschlimmert, da ja in dieser Zeit gröβere Ausgaben gemacht werden, was den Markt beeinträchtigt, so dass die Preise der Nahrungsmittel rapid angestiegen sind. Bis heute besteht kein Anzeichen einer Befreiungsstrategie der Regierung, aber wir hoffen noch immer darauf. Im Mai haben alle Soroptimistinnen und einige weitere Familien in Timbuktu dank der Bemühungen der Soroptimistinnen in Bamako und der Unterstützung der Europäischen Föderation Nahrungsmittel und Moskitonetze erhalten. Diese humanitäre Geste war eine Rettung und hat dieser im Stich gelassenen Bevölkerung sehr geholfen.
Wir bauen auf unsere Freunde und Freundinnen in der ganzen Welt, massive Hilfsleistungen zu mobilisieren, die es uns ermöglichen würden, unsere Clubschwestern und auch besonders gefährdete Familien, die besonders bedürftig sind, genauso zu unterstützen, um ihr Leiden zu lindern.
„Das ist ein Herzensschrei der Soroptistinnen von Timbuktu; wenngleich wir selbst Not leiden, ist es uns am wichtigsten, den Hilflosen zu helfen."

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